Factoring Wiki - Hintergrund

Factoring Wiki – Definition & Erklärung

Laut Definition ist Factoring ein wiederkehrender Verkauf von offenen – noch nicht fällig gewordenen – Forderungen (aus Warengeschäften oder Dienstleistungen) an ein Factoring-Institut, gegen sofortige Bezahlung des vertraglich geregelten Kaufpreises durch den Factor.

Das hört sich im ersten Moment ganz schön kompliziert an. Man könnte meinen, dass Factoring schwierig wäre – ist es aber nicht. Warum? Das werden Sie im Folgenden erfahren.

Was versteht man unter dem wiederkehrenden Verkauf von Forderungen?

Factoring

Gemeint ist damit, dass sie nicht nur eine Rechnung verkaufen, sondern alle künftigen Forderungen (aller Kunden) an das Factoring-Institut abtreten. Das bedeutet, dass wenn sie an 10 Kunden Waren liefern und daraus Ausgangsrechnungen generieren, verkaufen sie diese direkt an den Factoring-Partner. Wichtig dabei ist nur, die Verität der Rechnungen und dass die Fälligkeit noch nicht verstrichen ist.

Schon wieder so ein Wort – Was ist Verität?

Verität bezeichnet den rechtlichen Bestand einer Forderung, beinhaltet dabei aber nicht die Zahlungsfähigkeit des Schuldners. Unter dem rechtlichen Bestand versteht man wiederum, dass die Leistungen zu 100 Prozent erbracht sind und die Forderungen frei von rechten Dritter. Der Anschlusskunde (Factoring-Nehmer) steht dafür ein, dass die verkaufte Forderung auch tatsächlich besteht, diese abtretbar ist und es keine ihm bekannten Einreden/Einwendungen gibt.

Was ist mit sofortiger Bezahlung gemeint?

Damit ist gemeint, dass die angekaufte Rechnung, bzw. Rechnungen innerhalb 1 bis 2 Werktagen dem Anschlusskunden bezahlt werden. Somit werden innerhalb kürzester Zeit aus offenen Forderungen echte und vor allem schnelle Zahlungseingänge.

Wie vorhergehend beschrieben lässt sich die Definition also ganz leicht und verständlich erklären.

Ebenfalls eine Seite zum Factoring factoring-deutschland.de.

Wie funktioniert Factoring in der Praxis?

Wie funktioniert Factoring?

Unternehmen = Ihr Betrieb
Factor = Factoring-Partner
Kunde = Ihr Debitor

1. Schritt: Sie beliefern – wie bisher auch – Ihre Kunden mit Waren oder erbringen ihre Dienstleistungen.
2. Schritt: Den Kunden stellen Sie, nach erbrachter Arbeit, die Waren oder Dienstleistungen in Rechnung.
3. Schritt: Die Ausgangsrechnung (oder Rechnungen) reichen Sie beim Factoring-Unternehmen ein. Nach erfolgter Bonitätsprüfung (dazu später mehr) kauft der Factor die Forderung auf und mit dem Ankauf gehen gehen alle Rechte und Pflichten auf ihn über.
4. Schritt: Nach erfolgter Bonitätsprüfung des Debitors durch den Ankäufer und dem daraus resultierenden Ankauf wird der Forderungsbetrag (zwischen 80 bis 95 Prozent – abzüglich der Gebühr) umgehend bezahlt. Der Rest dienst als Sicherheitseinbehalt, dazu aber später mehr, sodass ihnen als Anschlusskunde die Geldmittel sofort zur Verfügung stehen.
5. Schritt: Der Kunde zahlt dann innerhalb des Zahlungsziels (bis zu 90 Tage) an den Factor.
6. Schritt: Nach vollständiger Bezahlung durch den Debitor, werden die restlichen 5 bis  20 Prozent dem Anschlusskunden überwiesen.

Jetzt fragen sie sich bestimmt: warum wird nicht der voll Betrag ausbezahlt?

Die Antwort lautet: Sicherheitseinbehalt!

Was ist der Sicherheitseinbehalt? Der Sicherheitseinbehalt dient dazu, falls der Kunde an der Rechnung etwas auszusetzen hat. Das kann eine Reklamation oder sonst irgendwelche Mängel sein, sodass hier auch ein gewisser Handlungsspielraum entsteht. Aber keine Sorge, der restliche Betrag – sprich Einbehalt – wird ebenfalls vertraglich geregelt vollständig beglichen.

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Factoring im Mittelstand – Warum lohnt es in der heutigen Zeit?

Die heutige Zeit macht Bankdarlehen nicht unbedingt zur attraktivsten Lösung: Lange Bearbeitungszeiten, aufwändige Finanzierungen und das Bereitstellen von Sicherheiten sind für Unternehmen mit viel Zeit und Arbeit verbunden. Hier bietet das Factoring eine lohnenswerte Alternative, bei der das Unternehmen offene Forderungen verkauft und sofort wieder liquide ist.


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Von diesen Vorteile beim Factoring profitiert Ihr Unternehmen

Der größte Vorteil der Zusammenarbeit mit einer Factoring-Gesellschaften ist, dass sich die Liquidität mittelständischer Unternehmen massiv verbessern kann, da nicht mehr auf die Begleichung offener Forderungen gewartet werden muss. Mehr Liquidität bedeutet nämlich auch gleichzeitig einen größeren finanziellen Handlungsspielraum: Kann das Unternehmen umgehend über das Geld verfügen, muss er sich nicht an Zahlungszeiträumen orientieren. Auf diese Weise kann er seinen Kunden ein langes Zahlungsziel offerieren, was einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellt. Entscheiden sich Unternehmen für Factoring, ersparen sich diese zudem einen erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand.

Für Firmen ergibt sich daraus ein wertvoller Vorteil: Offene Forderungen sind sofort beglichen, wodurch der Liquiditätsfluss gewährleistet ist. Darüber hinaus optimieren Unternehmen dadurch ihre Eigenkapitalquote, weiterhin lassen sich durch das Factoring-Prinzip und je nach Anforderungen der Kunden verschiedene individuelle Lösungen umsetzen.

Auf dieser Seite finden sie auch unterschiedliche Arten und Varianten erklärt.

Mit dem Ausstellen von Mahnungen befasst sich, sofern erforderlich, danach die Factoring-Gesellschaft. Dank der Unterstützung einer Factoringgesellschaft genießen mittelständische Unternehmen maximale Sicherheit, da es keine Forderungsverzögerungen oder -ausfälle mehr gibt. Sie erhalten sofort das Geld und der Ankäufer trägt das volle Risiko (Delkredere). Für eine optimale Umsatzfinanzierung gibt es kaum eine bessere Lösung.

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